Grossratspräsidiumsfeier 2024 in Köniz

Sehr geehrte Frau Grossratspräsidentin,
Sehr geehrte Frau Regierungspräsidentin,
Sehr geehrte Mitglieder des Berner Regierungsrats,
Sehr geehrte Grossrät:innen,
Sehr geehrte Gemeindepräsidenten aus der Region,
Sehr geehrte Gemeinderatskollegen aus Köniz,
Sehr geehrte Parlamentarier:innen aus Köniz,
Sehr geehrte Präsidien der Könizer Ortsvereine und Leiste,
Sehr geehrte Vertreter:innen der Könizer Ortsparteien und der Kirchgemeinde Köniz
Sehr geehrte Bewohner:innen von Köniz,
Liebe Gäste

Herzlich willkommen in Köniz!

Es ist mir eine grosse Freude, Sie alle zur Feier unserer neuen Grossratspräsidentin Dominique Bühler zu begrüssen. Im Namen des Könizer Gemeinderats gratuliere ich der neuen Grossratspräsidentin von Herzen und wünsche ihr alles Gute in ihrem beginnenden Amtsjahr. Ich bin überzeugt, dass sie mit ihrer sicheren, kompetenten Art, ihrem Humor und ihrer Bodenhaftung den Grossen Rat umsichtig und zielgerichtet leiten wird.

Als Gemeindepräsidentin ist der heutige Tag für mich besonders schön. Für die Gemeinde Köniz ist es eine grosse Ehre, dass eine Könizerin für ein Jahr höchste Kanton Bernerin ist. Damit erhält auch die Gemeinde Köniz Aufmerksamkeit, und das ist dringend nötig. Denn Köniz ist für viele Menschen aus der Region, ja aus der ganzen Schweiz nach wie vor ein Rätsel. Und das zuweilen mit schwerwiegenden Folgen.

Das musste auch Claudia Tresch erfahren. Sie hatte sich in einer Quiz-Show von SRF bis zur letzten Frage vorgearbeitet, der 100’000-Franken-Frage. Sie lautete: Welche dieser Schweizer Städte hat am wenigsten Einwohnerinnen und Einwohner? Köniz, Rapperswil-Jona, Uster oder Aarau? Ja, Sie ahnen es, liebe Gäste, Frau Tresch entschied sich für Köniz. Doch weit gefehlt: Köniz ist die grösste der genannten Städte.

«Halt!» Werden Sie jetzt einwenden – Köniz ist doch gar keine Stadt. Tatsächlich nicht oder doch? Mit rund 44’000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Köniz die 13. grösste Stadt der Schweiz, aber Köniz ist augenfällig keine Stadt im herkömmlichen Sinne.

Köniz ist weder Stadt noch Land, sondern vielfältig wie eine kleine Schweiz. Unsere Ortsteile sind wie Kantone: Der Kanton Liebefeld, der Kanton Wabern, die Kantone Niederscherli, und Thörishaus – unsere Ortsteile haben eigene Namen und Identitäten. Das ist es, das zu Verwirrung führt: Die Leute wissen oft gar nicht, dass sie gerade in Köniz sind.

Deshalb ein paar wichtige Fakten über Köniz: Das Schloss war lange Zeit das Machtzentrum der Region. Von hier aus wurde im Namen der Burgunder das Gebiet diesseits der Aare verwaltet. Die Aare war nämlich lange eine natürliche Grenze. Wer von den Alpen, vom Oberland herkam, ging unten am Gurten entlang und kam hier beim Schloss vorbei. Das heutige Gemeindegebiet von Köniz war schon damals eine Einheit – mit einer Ausnahme: Als die Zähringer die Stadt Bern gründeten, hat sich das Gebiet der Stadt Bern von Köniz abgespalten. Köniz ist also älter als Bern. Das könnte auch einmal eine Quiz-Frage sein, die Sie jetzt fachkundig beantworten können. Eine weitere Frage könnte sein: Was haben die Grossratspräsidentin und die Regierungsratspräsidentin gemeinsam? Sie beide haben in Köniz gelebt oder leben noch hier. Genau wie die ehemalige Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

Das ist kein Zufall. Wer in der Willensgemeinde Köniz politisiert, muss pragmatisch sein und hat den Föderalismus im Blut. Im vielfältigen Köniz wissen wir, dass wir Grosses nur gemeinsam erreichen können. Genau wie das auch im Kanton Bern der Fall ist.

Dafür werden wir mit einer guten Lebensqualität und grosser Schönheit entschädigt: Stolz schmiegt sich Köniz rund um den Gurten und erstreckt sich zwischen Aare und Sense über drei Täler hinweg. Auf 51 Quadratkilometern finden Sie wunderschöne Wanderungen und Velotouren, mit idyllischen Badeorten an Sense und Aare. Urban geprägte lebendige Kulturorte wie die Heitere Fahne oder die Vidmarhallen werden Sie bei uns genauso finden wie idyllisch gelegene Dörfer mit prächtigen Bauernhäusern. Sie können einen «Aareschwumm» vom Eichholz Richtung Bundeshaus wagen oder auf dem Könizer Hausberg, dem Gurten, ein spektakuläres Alpenpanorama geniessen.

In einer Gemeinde, wo Orte klingende Namen wie Liebefeld, Herzwil und Liebewil haben, werden auch Sie einen Herzensort entdecken. Daher, liebe Gäste, lade ich Sie herzlich ein, Köniz zu entdecken. Und Sie wissen jetzt: Das Wissen über Köniz ist wertvoll. Es kann gut einmal um 100’000 Franken gehen.

Nun wünsche ich Ihnen, liebes Publikum, ein schönes Fest.

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