Für ein mutiges voller Begegnungen und Chancen!

Die Wahlen sind vorbei, und ich freue mich sehr, dass die Könizer Bevölkerung mich zur bestgewählten Parlamentarierin gemacht hat! Ich nehme es als Anerkennung für meine Arbeit und als Auftrag, mich in den nächsten vier Jahren weiterhin für ein soziales Köniz mit mehr bezahlbaren Wohnungen und Ganztagesschulen, für ein umweltfreundliches Köniz mit einem ausgebauten öffentlichen Verkehr und für ein gewerbefreundliches Köniz mit einer fortschrittlichen Gesellschaftspolitik einzusetzen.🌹

Für die Wahl in den Gemeinderat hat es knapp nicht gereicht. Doch wie viele haben im Vorfeld der Wahlen gesagt, eine rot-grüne Mehrheit im Könizer Gemeinderat sei illusorisch. Nun hat sich gezeigt, wir waren sehr nahe daran! Das Restmandat ging an die SVP statt an die SP. Somit haben die SP und die Grünen weiterhin je einen Sitz. Das ist schade. Denn ohne rot-grüne Mehrheit bleiben die Räume für eine soziale Politik sehr eng. Doch das wird die SP als grösste Fraktion nicht davon abhalten, sich aktiv für eine solidarische und fortschrittliche Politik einzusetzen.

Ich habe eine klare Idee, was es dazu braucht. Hier findest du meine Vision für ein mutiges Köniz voller Begegnungen und Chancen!

Tanja Bauer in den Könizer Gemeinderat!

Meine Vision: Für ein mutiges Köniz voller Begegnungen und Chancen

In den nächsten vier Jahren will ich Entwicklungen anstossen und Köniz voranbringen. Für ein Köniz mit mehr bezahlbaren Wohnungen und einer guten Bildungs- und Betreuungslandschaft. Für einen umweltfreundliches Köniz mit einem ausgebauten öffentlichen Verkehr. Ein gewerbefreundliches Köniz mit einer fortschrittlichen Gesellschaftspolitik.

Als Grossrätin und Könizer Parlamentarierin bringe ich dafür eine breite politische Erfahrung mit und bin überparteilich und regional gut vernetzt. Als Präsidentin des VPOD Kanton Bern kenne ich die Lebensrealitäten und Arbeitsbedingungen von Menschen, die in der Pflege, der Kinderbetreuung, dem öffentlichen Verkehr oder im Sozialbereich arbeiten. Als Co-Präsidentin des Chindernetz Kanton Bern weiss ich um die Wichtigkeit von Projekten und Raum für Kinder und Jugendliche. Als Präsidentin des Initiativkomitees für eine kantonale Elternzeit habe ich Erfahrung mit grossen, innovativen Projekten für die Zukunft. Mehr zu meiner Erfahrung als Politikerin und zu mir persönlich gibt es hier.

Bezahlbar Wohnen

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum Wohnungen hat nach den grossen Städten auch die Agglomerationen und mittelgrossen Gemeinden erreicht. Die Mieten steigen. Familien, ältere und junge Menschen finden kein bezahlbares Zuhause mehr. Die Kosten für das Wohnen beanspruchen einen immer grösseren Teil des Haushaltsbudgets und der finanzielle Spielraum, das Leben frei zu gestalten, wird immer kleiner.

Bereits heute stehen in Köniz gewichtige Instrumente zur Verfügung, um vorwärtszumachen beim bezahlbaren Wohnraum. So hat die Stimmbevölkerung die Vorlage «Bezahlbar wohnen» im Februar 2017 mit rund 56 % angenommen, die wir von der SP mit einer Initiative gefordert haben. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um endlich mehr bezahlbare Wohnungen zu erstellen. Doch in den letzten vier Jahren hat der Gemeinderat viel zu wenig gemacht!

Der Anteil an gemeinnützigen Wohnungen hat kaum zugenommen und Köniz liegt mit 2,5% weit hinter vergleichbaren Gemeinden wie Biel, Thun oder Bern. Es ist notwendig, jetzt zu handeln und in Köniz den gemeinnützigen Wohnungsbau konkret umzusetzen. Köniz soll sich hier Ziele setzen, wie ich dies in einer Motion gefordert habe, damit es in den einzelnen Projekten endlich vorangeht. Mehr bezahlbarer Wohnraum in Köniz: Beispiel Morillon-Matte

56% der Könizer*innen haben im Februar 2017 unsere Vorlage «bezahlbar Wohnen» angenommen. | Foto: Raphael Moser, Berner Zeitung

Ausgebauter öffentlicher Verkehr

Der Verkehr ist die Lebensader der Quartiere und Dörfer und die Basis für unsere Lebensqualität und die meisten wirtschaftlichen Tätigkeiten. Wohin und mit welchem Verkehrsmittel wir unterwegs sind, ob mit dem ÖV, dem Velo oder zu Fuss, prägt die Entwicklung von Köniz massgeblich. Es braucht gute ÖV-Verbindungen und sichere Fuss- und Velowege, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten: Damit werden lebendige Quartiere und Dörfer möglich, die gleichzeitig eine hohe Lebensqualität bieten und die Umwelt schonen.

Köniz ist bereits heute gut ans regionale S-Bahnnetz angebunden. Diese Verbindungen sollen weiter gestärkt werden. Verbesserungen braucht es insbesondere bei der S6, die schnellstmöglich im Viertelstundentakt verkehren soll. Auch der Ausbau der Tramlinie 9 nach Kleinwabern ist eine grosse Chance für die weitere Entwicklung von Köniz und eine klare Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Zudem braucht es endlich eine Lösung für die Feinverteilung von Köniz Zentrum Richtung Stadt. Eine Möglichkeit wäre eine Neuauflage der Tramverbindung, allerdings nur bis Köniz Bahnhof, der so zu einem Verkehrsknotenpunkt werden könnte.

Auch die Quartiere müssen besser durch den öffentlichen Verkehr erschlossen, und besser untereinander verbunden werden. Wichtig ist zudem ein attraktiver Takt für alle Linien und Fahrzeiten bis Mitternacht.  Auch dem Langsamverkehr muss noch mehr Beachtung geschenkt werden. Ob Schulkinder, Menschen mit Beeinträchtigungen oder ältere Menschen, alle sollen sicher und selbstständig im Quartier unterwegs sein können. Dafür braucht es eine Verkehrsführung, die Rücksicht nimmt und Sicherheit bietet, gerade auch bei der Schulwegsicherheit. Eine Motion von mir für mehr Fussgängerstreifen wurde vom Könizer Parlament angenommen.

Kinder sollen selbstständig und sicher in Köniz unterwegs sein.

Bildung und Kinderbetreuung

Gute Bildung und Innovation gehören zu den wichtigsten Ressourcen der Schweiz. Investitionen in Bildung und Kinderbetreuung sind wichtig für die Bevölkerung, die Wirtschaft und das lokale Gewerbe. Sie erhöhen die Chancengerechtigkeit, erleichtern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und verhindern Armut. Kurz: Sie schaffen Zukunft.

Daher braucht es nachhaltige Investitionen in den Schulraum und in die schulergänzende Kinderbetreuung. Die Schulraumplanung ist seit Jahren ein grosses Thema in Köniz. Viel zu oft wird  immer noch reagiert und es werden einzelne, isolierte Räume geschaffen. Stattdessen sollte langfristiger und ganzheitlicher gedacht werden, in Richtung Bildungslandschaft, die Bildung und Betreuung einschliesst und deren Infrastruktur sich verändernden Bedürfnissen in Zukunft gut anpassen lässt.

Als Co-Präsidentin des Chindernetz Kanton Bern an der Pressekonferenz zur Finanzierung von Schullagern im Kanton Bern mit Regierungsrätin Christine Häsler.

In den letzten Jahren hat sich auch in der Kinderbetreuung einiges getan: Es gibt mehr Kita-Plätze und es wurden Tagesschulen und Ferienbetreuung eingeführt. Das war ein politischer Kraftakt – aber eben trotzdem nur ein erster Schritt auf dem Weg. Denn was wir brauchen, sind mehr Investitionen, mehr Anerkennung und mehr Zeit für die wichtige Aufgabe der Kinderbetreuung. Ich setze mich deshalb für eine echte Elternzeit, für qualitativ gute Kitas, für bessere Arbeitsbedingungen in den Tagesschulen und für moderne Ganztagesschulen ein.

Als Präsidentin des VPOD bei der Übergabe von 6’000 Unterschriften für gute Arbeitsbedingungen in den Kitas im Kanton Bern.

Arbeit und Gewerbe

Während und nach der Corona-Krise braucht es ein besonderes Augenmerk auf unsere Wirtschaftsstruktur. Denn gerade jetzt dürfen wir Gewerbe, Kultur und Bevölkerung nicht allein lassen. Um eine mögliche Volkswirtschaftskrise einzudämmen, müssten auch Städte und Gemeinden eine proaktive Rolle übernehmen. Ich habe in Köniz eine entsprechende Motion eingereicht und mir Gedanken gemacht, was die Gemeinde trotz finanziell schlechten Aussichten konkret tun könnte.

Ein wichtiger Punkt sind erschwingliche Mieten und genügend verfügbarer Gewerberaum. So kann sich das Gewerbe entwickeln und den Mitarbeitenden gute Arbeitsbedingungen bieten. Lokales Gewerbe belebt die Quartiere und bietet interessante Arbeitsplätze. Umgekehrt profitiert das Gewerbe vom Ausbau des öffentlichen Verkehrs, neuer Kundschaft durch die Entwicklung neuer Quartiere und Dörfer sowie dem Ausbau der Tagesschulen und den damit einhergehenden Erleichterungen für die arbeitenden Eltern. Darum ist es wichtig, dass sich auch das klassische Gewerbe in Köniz gut entwickeln kann und zur Diversifizierung der Arbeitsplätze beiträgt. Schliesslich werden auch in Zukunft nicht alle im Büro arbeiten wollen.

Zentral sind auch anständige Löhne und faire Arbeitsbedingungen. Die Gemeinde kann hier bei ihren eigenen Angestellten mit gutem Beispiel vorangehen, für Lohn, Zeit und Respekt. Sie kann zudem Impulse geben für mehr Wertschätzung der unbezahlten Care-Arbeit, sei es im Bereich der Kinderbetreuung oder der pflegenden Angehörigen.

Direktes Gespräch suchen und vernetzen: So kann sich Köniz volkswirtschaftlich positiv weiterentwickeln.

Gesellschaft

Köniz soll sich sozial entwickeln. Es braucht Räume für Begegnungen, die alle einschliessen. Gerade nicht-kommerzielle Angebote, die allen offenstehen und keinen Konsumzwang kennen, sind dafür sehr wichtig. Solche Räume, seien es Quartierzentren, kulturelle Angebote oder Sportplätze, sind auf bezahlbare oder kostenlose Räume (drinnen und draussen) angewiesen. Hier kann die Gemeinde mehr möglich machen und solche Räume und Plätze vermehrt zur Verfügung stellen.

Köniz soll sich für echte Gleichstellung engagieren, sowohl in der Raumplanung, in der Schule und Tagesschule, in der Verwaltung oder im öffentlichen Raum. Alle sollen am öffentlichen Leben teilnehmen können und den öffentlichen Raum nutzen. Diskriminierung muss klar entgegengetreten werden.

Köniz soll eine starke Stimme für eine menschliche Asylpolitik sein und sich dafür einsetzen, dass auch Menschen mit einem negativen Asylentscheid ihre Lehre beenden dürfen. Zudem soll Köniz den Bund zusammen mit anderen Städten und Gemeinden auffordern, Geflüchtete aus den Lagern in Griechenland und aus Afghanistan aufzunehmen, wie ich dies zusammen mit den Grünen in einem Vorstoss gefordert habe.

Als Grossrätin setze ich mich für eine menschliche Asylpolitik ein. Hier während eines Votums zu meinem überparteilichen Vorstoss «Evakuieren jetzt!».

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